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Wie man einen Kunden abweist und warum das ein Zeichen von Professionalität und nicht von Arroganz ist

In einem Tattoo- oder Piercingstudio wird oft darüber gesprochen, wie man Kunden gewinnt. Weniger wird jedoch darüber gesprochen, wann man sie bewusst abweisen sollte.

Nein, das ist keine Arroganz. Ganz im Gegenteil – es ist ein Zeichen von Professionalität, Verantwortungsbewusstsein und Respekt für Ihre Arbeit.

Wie man einen Kunden abweist und warum das ein Zeichen von Professionalität und nicht von Arroganz ist

Nein, das ist keine Arroganz. Ganz im Gegenteil – es ist ein Zeichen von Professionalität, Verantwortung und Respekt für Ihre Arbeit.

Warum jemals NEIN sagen?

Ein Tätowierer, Piercer oder PMU-Artist ist kein „Wunscherfüller“. Er oder sie ist ein Handwerker und Profi, der für das Ergebnis verantwortlich ist und dafür, wie der Kunde auch in 10 Jahren noch über sein Tattoo oder Piercing denken wird.

Eine Ablehnung ist in Ordnung, wenn:

  • Sie schützen Ihren Ruf
  • Sie schützen die Gesundheit des Kunden
  • Sie wissen, dass die Erwartungen des Kunden nicht realistisch sind
  • Sie haben das Gefühl, dass der Kunde Ihre professionelle Sichtweise nicht respektieren kann.

Wie erkennt man einen „toxischen Kunden“ oder unrealistische Erwartungen?

Der Kunde kann keine professionelle Beratung annehmen.

Beispiel: Ich weiß, dass es an meiner Hand nicht gut aussehen wird, aber ich möchte es trotzdem dort haben.
- Wenn ein Kunde Ihre Warnung vor Platzierungs- oder technischen Verarbeitungsproblemen bewusst ignoriert , ist dies ein Warnsignal.

Der Kunde erwartet Wunder

Beispiel: Ich möchte, dass Sie dieses große alte schwarze Tattoo mit bunten Blumen abdecken, sodass es überhaupt nicht sichtbar ist.
- Wenn Sie wissen, dass es technisch unmöglich ist, die geforderte Qualität zu erreichen, lehnen Sie ab. Es ist besser, einmal ehrlich NEIN zu sagen, als sich später mit einem unzufriedenen Kunden und einem beschädigten Ruf herumzuschlagen.

Der Kunde verhält sich verdächtig.

Beispiel:

  • Der Kunde handelt unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen.
  • Der Klient verhält sich aggressiv oder manipulativ.
  • Der Kunde hat nicht das erforderliche Alter für den Eingriff und verfügt nicht über die erforderliche Erlaubnis.

- Hier ist die Ablehnung nicht nur beruflich, sondern auch zwingend erforderlich .

Wie man einen Kunden ablehnt | Tipps für Tätowierer und Piercer

Wie lehnt man richtig ab?

1. Bei allem Respekt: ​​Ich verstehe, was Sie wollen, bin mir aber nicht sicher, ob ich ein Ergebnis liefern kann, mit dem Sie zufrieden wären.
2. Mit Begründung: Technisch nicht möglich, ohne Kompromisse bei Qualität/Sicherheit einzugehen.
3. Nichts für ungut: Wenn Sie eine andere Herangehensweise oder Gestaltung wünschen, helfe ich Ihnen gerne dabei. Ihren konkreten Wunsch kann ich jedoch leider nicht erfüllen.

Beispiele aus dem Leben

Kunde: „Ich möchte ein Fingertattoo – tolle Details.“
Tätowierer: Leider verblasst ein so detailreiches Tattoo an den Fingern schnell und wird unleserlich. Ich rate davon ab. Auf Wunsch können wir es an einer anderen Körperstelle in eine passendere Form bringen.

Klient: „Ich bin 16, aber meine Mutter hat es mir erlaubt, sie wird Ihnen eine Einverständniserklärung schreiben.“
Tätowierer: Danke, aber das Gesetz schreibt eindeutig ein Mindestalter vor. Ohne offizielle Genehmigung kann ich kein Tattoo stechen.

Ablehnung schafft Raum für Diskussionen

Ein Fachmann erkennt, wann eine Ablehnung ein gesundheitliches, rechtliches oder qualitatives Problem darstellt und wann es einfach notwendig ist, den Kunden aufzuklären und eine bessere Lösung zu finden.

Dem Kunden fehlt oft das technische oder visuelle Know-how. Deshalb hat er sich für Sie entschieden. Wenn Sie also sehen, dass die Anforderung problematisch ist, aber mit Ihrer Anleitung und Bearbeitung bewältigt werden könnte:

  • Schlagen Sie eine alternative Platzierung vor (z. B. ein dezentes Tattoo anstelle der Finger auf dem Unterarm).
  • Erklären Sie , welche Größen und Details für den Standort geeignet sind.
  • Schlagen Sie eine Farb- oder Stilanpassung vor , die eine längere Lebensdauer und ein ästhetisches Ergebnis gewährleistet.

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